Eine gestutzte Löwenmähne, das Hauptspeisenexperiment und ein Glas schöner Gedanken …

So schnell wird aus der ersehnten Zukunft für einen winzigen Moment Gegenwart und für immer Vergangenheit. Gerade haben wir noch dem Weihnachtsfest entgegengefiebert, schon ist Weihnachten 2017 nur noch eine schöne Erinnerung.
Ich wünsche euch von Herzen ein zauberhaftes, gesundes und friedliches Jahr 2018.
Ich hoffe, ihr seid alle fröhlich hineingerutscht
und sanft gelandet. 

Als Abschluss gibt es hier noch eine Weihnachtsnachlese mit Fotos aus dem Buchstabenwiesehaus …

Das Hauptspeisenexperiment und wie es dazu kam

Das Weihnachtsessen im Buchstabenwiesehaus war eher ungewöhnlich, etwas mutig vielleicht, da keiner wusste, ob und wie die Hauptspeise schmecken würde.

Als Vorspeise gab es Datteln im Speckmantel. Köstlich.
Das Hauptspeisenexperiment bestand aus zwei verschiedenen, weihnachtlichen Pizzen.
Und als Nachspeise gab es Zimtsterneis und Vanilleeis mit Eierlikör.

Lange vor Weihnachten verkündete mein liebster Herr Buchstabenwiese, der Chef de Cuisine, dass er uns mit dem Weihnachtsessen überraschen wolle. Er wünschte keinerlei Vorschläge und schon gar keine Einmischungen. Weder von seiner geliebten Ehefrau, noch von meiner Schwiegermutter, die Heiligabend bei uns eingeladen war. Mir sollte es recht sein.

Doch kurz vor Weihnachten teilte mir mein liebster Ehemann gestresst mit, dass er keine Ahnung habe, was er Weihnachten kochen solle. Nun war Einmischung meinerseits nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Brainstorming war angesagt.

Ich glaube, ich sagte irgendwann so was wie: „Notfalls machen wir einfach Pizza“, nur um meinem Liebsten den Druck zu nehmen.
Und schon war Herr Buchstabenwiese von der Pizza-Idee nicht mehr abzubringen.
Grundsätzlich ist gegen Pizza auch nichts einzuwenden, doch an Heiligabend?

„Okay, aber weihnachtlich muss sie schon sein“, verkündete ich daraufhin. 
Vor meinem geistigen Auge erschien eine Pizza in Sternform. Doch was um Himmels willen tat man auf eine weihnachtliche Pizza drauf?

Herr Google wusste es! Der Kerl weiß einfach alles. 

Ich fand ein Pizzarezept mit Feigen, die in Rotwein gedünstet wurden, bevor sie auf die Pizza kamen. Statt Pizzakäse wurde Mozzarella verwendet, und nach dem Ofen, also kurz vor dem Servieren, wurde die Pizza noch mit italienischem Schinken und knackigem Rucola verfeinert.
Mmmmh, das klang lecker, die musste ich unbedingt ausprobieren.

Statt eines Rosmarinzweiges verwendete ich Rosmaringewürz, und die Feigen schnitt ich etwas kleiner, als im Rezept angegeben, so ließen sie sich gleichmäßiger auf der Pizza verteilen.
Alle waren begeistert von dieser leckeren Weihnachtspizza in Sternform. Meine Schwiegermutter war so begeistert, dass ich ihr versprechen musste, sie noch mal zu machen.

Da ich ja vorher nicht wusste, ob die Pizza schmecken würde, gab es eine weitere Weihnachtspizza, von der ich auch nicht wusste, ob sie schmecken würde. Aber: no risk, no fun. Bei diesem Rezept wurde die Pizza mit Apfelrotkohl (auch mit Rotwein verfeinert) und Nürnberger Bratwürstchen belegt. Statt Tomatensauce fand hier eine Masse aus Creme fraîche und Käse Verwendung.

Hier habe ich einiges abgewandelt:
Ich nahm fertigen Apfelrotkohl aus dem Glas und pimpte ihn auf.
Dazu dünstete ich ein paar Zwiebeln an, gab den fertigen Rotkohl hinein, etwas Merlot, 2 Lorbeerblätter, 1 Gewürznelke und etwas Pfeffer dazu und ließ das Ganze ca. 15 Minuten köcheln. Das ist nicht so aufwendig und schmeckt super.
Bei der Sauce habe ich statt Gruyère, weil ich den nicht kenne, normalen Pizzakäse verwendet. Den Knoblauch habe ich ganz weggelassen, da ich kein großer Knoblauchfan bin.
Statt Röstzwiebeln kamen frische Zwiebeln obendrauf, die natürlich mitgebacken wurden.
Auch diese Pizza entlockte Begeisterungsrufe.

Wir haben übrigens für beide Pizzen ganz normalen fertigen Pizzateig gekauft und verwendet.

Beide Pizzen waren wirklich köstlich. Wir waren alle so satt, dass der Nachtisch erst nach der Bescherung Platz fand.

Bilder vom Essen muss ich euch leider schuldig bleiben, denn das Smartphone war während des Weihnachtsessens natürlich tabu. Wir haben uns ganz auf das gemeinsame Beisammensein, das Staunen und das Genießen des leckeren Essens konzentriert.

Es wurde ein schöner und stimmungsvoller Abend, dabei sah es am Mittag und Nachmittag noch ganz anders aus. Mein liebster Herr Buchstabenwiese war nämlich schlecht gelaunt, was kurzzeitig auch mir die Stimmung verdarb. Ich hatte das Weihnachtsessen ausgesucht, die Rezepte ausgedruckt und den Einkaufszettel geschrieben, aber fürs Kochen war eigentlich der Chef de Cuisine zuständig. Ich bin nämlich meistens chaotisch in der Küche. Auf mehrere Töpfe gleichzeitig achten und alles auch noch gleichzeitig fertig haben müssen … oh mein Gott, das ist überhaupt nichts für mich, da bin ich am Rande eines Nervenzusammenbruchs und die Küche ist anschließend ein Schlachtfeld. Doch schon beim Teigausrollen meckerte Herr Buchstabenwiese herum. Also übernahm ich kurzerhand. Er solle die Finger davon lassen, schimpfte ich, ich würde das schon machen. Seine schlechte Laune könne er sonst wo lassen. Es brachte zwar meinen straffen Tagesablauf durcheinander und ich vergaß sogar die Tanne als Deko auf dem festlichen Tisch, aber ich war mir sicher, dass ich die Vorbereitungen alleine besser hinbekomme. Später übernahm mein Liebster, und so hat dann doch noch alles gut geklappt.

Liebe geht tatsächlich durch den Magen und Weihnachten fällt es auch ganz leicht zu vergeben, denn es wurde trotzdem ein wunderbarer Heiligabend mit einer besonders liebevollen zauberhaften Stimmung. Es war so schön und alle waren schon während des Essens richtig gut gelaunt.

Die gestutzte Löwenmähne und ein eigener Plümmel für Felix

Auch Felix war guter Stimmung, und konnte es kaum abwarten, Geschenke auszupacken. Wer meinem Weihnachtsblog folgt, weiß, wie scharf Felix auf den Plümmel, auch Bommel genannt, von meiner gewonnenen Mütze aus Türchen Nr. 21 war. Zu Weihnachten bekam er nun von einer meiner lieben Nichten einen Eisbären mit Plümmelmütze geschenkt. Felix war ganz verrückt auf diesen quietschenden Hugo, wie wir ihn tauften.

Auf diesen beiden Bildern ist der Plümmel noch dran … inzwischen ist Herr Hugo Bär allerdings plümmellos … alles andere hätte mich auch gewundert …

Von Schwesterherz und Schwagerherz bekam Felix den quietschenden Löwen Leo geschenkt. Er schlenkert so herrlich mit den Beinen. Doch Felix hatte anfangs nur Augen (und Zähne!) für die wunderbare Löwenmähne.

Gute Beobachter werden gemerkt haben, dass der Löwe auf dem Bild gar keine Mähne hat. Felix war so besessen von der Löwenmähne, dass er wie irre daran herumzupfte und ganze Büschel ausriss. Bevor Felix das alles verschluckt, habe ich kurzen Prozess gemacht und die Löwenmähne gestutzt. Ich finde, Leo ist auch so ein hübscher Kerl, oder? Und nun lässt es sich wunderbar mit ihm spielen.

Nach dem Auspacken und Spielen mit seinen neuen Stofftieren war mein süßer Schatz total müde. Zeit für unseren Nachtisch.

Nachdem Herr Buchstabenwiese meine Schwiegermutter nach Hause gebracht hatte, ließen wir gemütlich und im Herzen berührt den Abend ausklingen.

Ein Glas schöner Gedanken

Erinnert ihr euch noch an das Adventskalenderglas? Eigentlich war es eine spontane Idee, geboren aus der Not. Dieses Glas war nun voll mit 48 bunten Zetteln. Am ersten Weihnachtstag, nach einem heißen Kakao und leckerem Eis, zogen wir in aller Ruhe und mit ganz viel Zeit füreinander, abwechselnd einen Zettel nach dem anderen aus dem Glas und lasen die Zeilen vor. Auf den Zetteln stand, wofür wir dankbar sind, und was wir uns von Herzen wünschen.

 

Hach, war das schön. Ich kann es nur empfehlen. Es ist so schön, diese wunderbaren Gedanken voneinander zu hören. Es verbindet ungemein und verbreitet eine ganz besondere Stimmung. ❤

Ich hoffe, ihr hattet ebenfalls so zauberhafte, friedliche und geruhsame Weihnachtstage wie wir.

Bei uns wurde heute der schöne Tannenbaum bereits abgeschmückt und nach draußen gebracht. Er nadelte schon zu sehr. Nicht, dass er auf einmal nackt da steht.

Die restliche Deko darf noch etwas bleiben. Besonders das Winterdorf und die himmlische Wolke, das/die ich dieses Jahr erst sehr spät aufstellen konnte.

So, das war es schon. Weihnachten 2017 ist leider vorbei, Herr Buchstabenwiese muss Montag wieder arbeiten, und der ganz normale Alltagswahnsinn geht wieder los. Aber, nicht verzagen! Nach Weihnachten ist vor Weihnachten. In 11 Monaten ist ja schon Nikolaus.

Doch jetzt kümmern wir uns erst mal um die guten Vorsätze für 2018 und sorgen dafür, dass es ein schönes Jahr wird.

In diesem Sinne, haltet die Ohren steif und lasst es euch gut gehen. 

Hier im Weihnachtsblog wird es nun wieder ruhiger werden. Vielleicht gibt es noch das ein oder andere zu berichten, wer weiß. Aber wir lesen uns hoffentlich auf meiner Buchstabenwiese, meinem Hauptblog, denn da geht es nun wieder los,

    Martina Hildebrand

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Über buchstabenwiese

Mehr über mich findest du in meinen Blogs: www.buchstabenwiese.wordpress.com www.derbuchstabenwieseweihnachtsblog.wordpress.com
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13 Antworten zu Eine gestutzte Löwenmähne, das Hauptspeisenexperiment und ein Glas schöner Gedanken …

  1. ichbinsg schreibt:

    Zauberhafte Weihnachten hattest du also – prima!
    Das mit schönen Gedanken gefüllte Glas gefällt mir besonders und auch dein mutiges Ausprobieren der Weihnachtspizza.

    Gefällt 2 Personen

  2. wpplauderpause schreibt:

    Liebe Martina,
    es hat mir große Freude bereitet, von eurem so schönen Weihnachtsfest zu lesen.
    Eine sehr ähnliche Pizza, wie sie mir den Feigen habe ich mal in einem italienischen Restaurant gegessen. Sie war allerdings vegetarisch, also nicht mit Schinken, aber dafür mit geräuchertem Käse und auch mir Rucola: Oberlecker!
    Bei uns haben beide Töchter das Weihnachtsmahl zubereitet. Es gab winterliches Ofengemüse und eine megaleckere vegetarische englische Pastete mit Kastanien, Spinat usw. Ich habe mir das Rezepr von meiner Tochter übersetzen lassen und es in mein Repertoir aufgenommen.
    Als Nacgtisch gabe es belgische Waffeln mit Vanilleeis.
    Die Waffeln waren zwar mega lecker, aber da der Teig Rohrohrzucker enthielt verklebte leider mein Waffeleisen und ließ sich nur sehr zeitaufwendig und in mehreren Aktionen reinigen. Ich hoffe dass die Beschichtung nicht gelitten hat. Wir werden es beim nächsten Waffelbacken merken.
    Ich hatte mir für unsere Mädels so eine Art Geschenkeralley ausgedacht, bei der sie eine ganze Reihe Fragen beantworten mussten, die in kleinen Päckchen verpackt waren mit Minigeschenken, z.B. Reisegrößen von Shampoo und Duschgel, Nagellack etc.und jeweils dafür einen Buchstaben für das Lösungswort bekamen, welches sie zu ihren eigentlichen Geschenken geleitet hat.
    Die Fragen bezogen sich auf ihr Reiseziel Prag, dahin sind sie nach Weihnachten gemeinsam gefahren.
    Liebe Grüße von Beate

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Herzlichen Dank, liebe Beate. ❤
      Oh, wie schön, eine Geschenkeralley. Das klingt so liebevoll und spannend zugleich. Was für eine tolle Idee. Da hatten deine Töchter sicher viel Freude. Und du auch. ❤
      Dann hattet ihr sicher auch ein wundervolles Weihnachtsfest. Das freut mich.
      Ich drücke die Daumen, dass das Waffeleisen nicht gelitten hat.
      Ganz herzliche Grüße,
      Martina

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  3. wordsfromanneli schreibt:

    Martina, this was such a beautiful post! I smiled all the way through. I love the idea of the „good thoughts“ jar. Wonderful post. So happy for you that you had a good Christmas. And Felix looks adorable with his toys. (Nice haircut on the lion)!

    Gefällt 1 Person

  4. ellen schreibt:

    Allerliebste Fotos, ein süßer, fotogener Hauptdarsteller ❤

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  5. helago schreibt:

    Ich pflege nicht Gockel zu fragen, bei Rezepten werde ich bei chefkoch.de, kochbar.de oder essen und trinken.de regelmässig fündig. Aber Jede wie sie meint. Und Pizza warum NICHT – da werden Pläne gemacht um alle Gäste überraschen zu können, doch manchmal ist das einfachste, das schnellste die pure Überraschung. Bei uns gab es neben vielen Menschen auch viele Gerichte zur auswahl. Kamerunische und internationale. Ich habe mich gegen 21.30 Uhr zur Christmette verabschiedet, das war schön. Am zweiten Weichnatstag fuhren wir mit der Schwester von meinem Herzblatt in ein seltsames Museum um dort Autos zu besichtigen die NIEMAND braucht um von A nach B zu kommen. Bevor mir meine Damen vom Fleisch gefallen sind gab es ein kleines Weihnachtsmenu. Bilder findest du im Blog.
    Nun wünsche ich euch einen guten Start in die neue Woche.
    Salut
    Helmut
    der schon leicht satt ist vom Raclette.

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    • buchstabenwiese schreibt:

      Über Herrn Google kommt ja auch zu chefkoch oder kochbar, wenn dort ein passendes Rezept vorhanden ist. 😉 Dieses Mal bin ich allerdings in anderen Blogs fündig geworden.
      Oh ja, das stimmt. Wir waren auch überrascht, wie toll diese Pizzen schmeckten. Selbst ich, die diese Rezepte ja herausgesucht hat.
      Danke dir. Ich wünsche euch einen zauberhaften Mittwoch mit Blick aufs Wochenende. 🙂
      Liebe Grüße,
      Martina

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  6. kowkla123 schreibt:

    liebe Martina, noch nicht angekommen?
    wünsche einen guten Start in die 2. Woche, Klaus

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Immer her mit den glitzernden Weihnachtsbuchstaben ;-) Danke schön. ♥

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